In Niedersachsen entwickeln das Justiz- und das Finanzministerium ein KI-gestütztes Übersetzungstool. Es soll die Arbeit in Behörden und Gerichten erleichtern und Arbeitsprozesse schneller und effektiver gestalten.
Grundlage ist eine bestehende Eigenentwicklung der niedersächsischen Steuerverwaltung, die speziell für die Anforderungen der Justiz weiterentwickelt wird. Ziel ist eine leistungsfähige, eigenständige und rechtssichere Lösung, die den Justizverwaltungen länderübergreifend nach dem „Einer für Alle“-Prinzip (EfA) zur Verfügung stehen soll.
Das gemeinsame Projekt zielt darauf ab, Gerichten und Behörden ein leistungsfähiges Übersetzungstool zur Verfügung zu stellen, das gerade in Verfahrensakten mit Auslandsbezug und der Einbringung ausländischer Unterlagen zu einer Beschleunigung der Verfahren führen soll.
Durch die Bereitstellung nach dem EfA-Prinzip werden außerdem Lizenzhindernisse minimiert. Im Ergebnis soll dies nicht nur zu einer Zeit- sondern auch Kostenersparnis führen.
Die initiale technische Umsetzung hat das Landesamt für Steuern Niedersachsen übernommen. Die Produktversion für die Justiz wird an das KI-Tool „InDA“ (intelligente Datenanalyse in der Auslandsfachprüfung) anknüpfen, das bereits in der Steuerverwaltung verwendet wird. Das Niedersächsische Justizministerium erhält „InDA“ mit uneingeschränkten Rechten zur Nutzung, Veränderung und Weitergabe.
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