Sehr geehrte, liebe Mitglieder, Kollegen, Kooperationspartner, Sympathisierende und Interessierte,

alles Lebendige erholt sich von der Hitze, die Schule hat wieder begonnen und unsere Tastaturen freuen sich wieder über Fingerballett. 

Bundeskanzler Merz sagte auf der Pressekonferenz während seines Antrittsbesuches bei Ministerpräsident Pedro Sanchez in Spanien am 19. September 2025: „Wir haben über die Sprachen gesprochen. Ja, ich kenne die spanische Position. Ich bin selbst Mitglied des Europäischen Parlaments gewesen und weiß, wie kompliziert der Sprachendienst in der Europäischen Union ist. Jede zusätzliche Sprache multipliziert natürlich noch einmal den Bedarf an Übersetzungen. Ich glaube sogar, dass es mittelfristig eine sehr gute Lösung gibt: Wir werden alle eines Tages über künstliche Intelligenz keine Dolmetscher mehr brauchen. Dann werden wir alle auf unseren Ohrhörern jede Sprache der Welt in der Europäischen Union hören und verstehen und sprechen können. Bis dahin ist noch einige Zeit.“ – Letzteres sehen wir ähnlich. Christa Goede wird in ihrem Online-Vortrag am 7. September „KI-Kritik – Warum wir nicht alles glauben sollten, was Maschinen überzeugend formulieren“ auf das Thema eingehen.

👉 Weitere ADÜ-Weiterbidungsangebote im 2. Halbjahr finden Sie auf unserer Homepage und unseren Kanälen der gängigen sozialen Medien (Facebook, X, LinkedIn)

👉 Weiterbildungsangebote Dritter

befassen sich gleichfalls beständig mit dem Thema KI und zum Beispiel Recht, so der Bildungsbetrieb.

05.-06.03.2027, Interverbum 2027 (online): Das Natalia-Gach-Bildungszentrum „L&D initiatives“ lädt zur 2. Internationale Konferenz über das Dolmetschen und Übersetzen“ ein.

Die Konferenz bringt Übersetzende, Dolmetschende, Sprachfachleute, Forschende sowie Lehrende im Bereich der Übersetzungswissenschaft zusammen, um die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Das Konferenzprogramm umfasst Plenarvorträge, Sektionssitzungen und Workshops. Der Veranstalter lädt zur Einreichung von Beiträgen aus folgenden Bereichen ein:

1. Juristisches Übersetzen;
2. Medizinisches Übersetzen;
3. Literarisches Übersetzen;
4. Audiovisuelles Übersetzen;
5. Übersetzen und Technologien;
6. Übersetzen als Vermittlung interkultureller Kommunikation;
7. Dolmetschen.

Seien Sie dabei und erleben Sie aufschlussreiche Keynote-Speaker-Vorträge, interaktive Workshops sowie zahlreiche Möglichkeiten zum fachlichen Austausch. Bitte melden Sie sich bitte bis zum 15. Januar 2027 an. Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden Sie in englischer Sprache auf der Homepage. 

Kontakt für Ihre Rückfragen: Dr. Nataliia Gach via info@ld-initiatives.ch oder telefonisch +41 78 340 32 13.

👉 Weitere Termine Dritter

11. – 25.09.2026, Berlin: „Übersetzen & Weltretten“. Ein neues Festival zur Literaturübersetzung findet in Berlin statt: „Übersetzen & Weltretten. Anstiftung zur Utopie in dystopischen Zeiten“. Das von der Weltlesebühne e. V. und dem TOLEDO-Programm des Deutschen Übersetzerfonds veranstaltete Festival rückt das literarische Übersetzen und das utopische Potenzial von Literatur in den Mittelpunkt. In Lesungen, Gesprächen, Workshops, Live-Übersetzungen und performativen Formaten kommen internationale Übersetzer:innen, Autor:innen, Wissenschaftler:innen und Künstler:innen zusammen. Kuratiert wird das Programm von Hélène Thiérard und Henning Bochert sowie Gastkuratorin Aurélie Maurin. Zentrale Festivaltage sind der 18. und 25. September im Collegium Hungaricum Berlin; weitere Veranstaltungen finden unter anderem in der Amerika-Gedenkbibliothek und der Lettrétage statt. Das vollständige Programm finden Sie auf der Homepage des Festivals.


14.09.-21.10.2026, Fakultät für Übersetzungswissenschaften und Dolmetschen der Universität Genf, Schweiz: Modul 3: Quantitative Methoden, Teil des Forschungsprogramms für Methoden in Übersetzungs- und Dolmetsch-Studien (ReMeTIS) programme der FTI, Universität Genf, Schweiz. Das Modul behandelt statistische Analysen, Umfragekonzeption und Dateninterpretation Zeitraum: 14.09.-21.10.2026Format: asynchron, 100 % onlineVoraussichtlicher Aufwand: 50–60 Stunden Details und Registrierungsformular: https://www.unige.ch/formcont/en/courses/research-methodsFür Rückfragen: ReMeTIS-Team (The Research Methods in Translation and Interpreting Studies Team): remetis@unige.ch

4.–6. November 2026,, London: Save the date:  Languages & The Media 2026, Senate House, London, UK. Gastgeber ist das University College London (UCL), das 1826 gegründet wurde und sein 200-jähriges Jubiläum begeht.

Das umfangreiche Programm und alle Details zur Teilnahme finden Sie auf der Homepage.

👉 Aus unseren Dachverbänden

FIT: Im Zusammenhang mit einer europäischen Konsultation erbittet die FIT die Unterstützung medizinischer Übersetzer*innen. Es geht um ein Dokument mit großer Relevanz zu unserem Geschäft, schreibt FIT-Vorsitzender John O’Shea, das unter folgendem Link auf Englisch zu finden ist: https://www.ema.europa.eu/en/documents/other/cross-border-access-paediatric-clinical-trials-europe-preventing-language-exclusion-enprema-initiative_en.pdf. In diesem Dokument wird die Übersetzung von Unterlagen bei klinischen Studien mehrfach erwähnt und O’Shea findet, professionelle Übersetzung könne dort viel besser behandelt werden. Hierzu wäre die Unterstützung professioneller Übersetzer*innen von großem Nutzen. Medizinische Übersetzer*innen werden dazu aufgefordert, ihre Kommentare über die verlinkte Vorlage („template“, auch auf Englisch) einzureichen. Allerdings ist die Abgabefrist kurzfristig der 31. August 2026. 

👉 Anfrage zur Teilnahme an Experteninterviews: 

Herr Nhat Anh Duong, Soziologiestudent an der TU Berlin arbeitet an seiner Bachelorarbeit zum Thema „Transformation des Arbeitsumfelds von Übersetzer*innen durch KI‑Translatoren und mögliche Verdrängungsprozesse“. Dafür sucht er Übersetzer/innen, die praktische Erfahrung in Fachübersetzungen und/oder Lokalisierungsarbeit haben und bereit wären, ein kurzes Experteninterview (ca. 30 Minuten; über Telefon, Zoom oder schriftlich) zu geben. Das Interview dient ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Der Student wäre euch sehr dankbar, wenn Sie ihm einen Kontakt vermitteln können.

Herr Nhat Anh Duong würde sich sehr über eine positive Resonanz freuen. Kontakt: n.duong@campus.tu-berlin.de> 

👉 Update zur geplanten Rentenversicherungspflicht für Selbstständige

Zusammen mit zwanzig weiteren Selbstständigenverbänden hat der VGSD eine Stellungnahme zur geplanten Rentenversicherungspflicht für Selbstständige verfasst und darin die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Reform erklärt. Die Stellungnahme ist auch für Nichtmitglieder zugänglich.

Ich wünsche Ihnen einen gelingenden restlichen Sommer, denn bald mischt sich der Herbst in den Sommer ein, wie mein Sohn im Alter von sieben Jahren die erste Laubfärbung einmal beurteilte.

Herzliche Grüße, Ines Lasch